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Deutsche Postbank "hold"


11.02.2010
SEB

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Manfred Jakob, Analyst der SEB, stuft die Aktie der Deutschen Postbank (ISIN DE0008001009 / WKN 800100) mit dem Rating "hold" ein.

Operativ habe die Deutsche Postbank einige Erfolge in der Form gezeigt, dass sich das Geschäft in den kundengetriebenen Aktivitäten weiter stabilisiere. Die Belastungen aus der Finanzkrise würden tendenziell zurückgehen, bis auf eine Ausnahme bzw. ein Ereignis, das herb enttäuscht habe: Die Deutsche Postbank habe auch mit der inzwischen insolventen amerikanischen CIT Geschäftsaktivitäten unterhalten. Hierauf hätten immerhin 61 Mio. EUR Wertberichtigungen vorgenommen werden müssen. Infolge der Wirtschaftskrise sei die Risikovorsorge weiter hoch geblieben.

Das Ergebnis nach Steuern habe 42 Mio. EUR betragen (Vq. -14, Vj. -349 Mio. EUR). Die Kennzahlen (jeweils 9M-Vgl.) seien wie folgt: ROE nach Steuern 3,0% (nach -3,2%), Cost/Income-Ratio 90,7% (nach 94,1%). Die Tier-1-Ratio liege stabil bei 8,0% (nach 7,4%).

Damit wolle die Deutsche Postbank ihre Position als führende Privatkundenbank in Deutschland nachhaltig festigen. Sie stelle damit auch sicher, dass sie ihr mittelfristiges Ziel einer nachhaltigen operativen Eigenkapitalrendite von 13% (n. St.) erreichen könne. Ein weiteres Ziel sei die schrittweise Erhöhung der Kernkapitalquote.


Im 3. Quartal habe die Deutsche Postbank operativ ein paar stabile Trends gezeigt, z.B. beim Zins- und Provisionsüberschuss. Der Vorsteuer-Verlust habe seit dem Höhepunkt im 3. Quartal 2008 (-448 Mio. EUR) stetig abgenommen. Ohne CIT wären der Deutschen Postbank schon im 3. Quartal schwarze Zahlen auf Vorsteuer-Basis gelungen. Die Kundeneinlagen seien im 3. Quartal auf ein Rekordniveau geklettert. Das Wertpapiergeschäft habe erstmals seit längerer Zeit wieder angezogen. Die Deutsche Postbank habe ihre Mittelfristplanung bekräftigt. Dazu würden u. a. auch die konsequente Fokussierung der Produktpalette, die Verschlankung der Prozesse und weitere kosteneffizienzsteigernde Maßnahmen gehören. Positiv zu werten seien auch die Synergieeffekte aus Deutsche Bank-Kooperation.

Das 4. Quartal bringe wohl noch einige Belastungen: Die Deutsche Postbank habe am 14.01. gewarnt, dass weitere Abschreibungen auf toxische Wertpapiere drohen würden. Im 3. Quartal sei immer noch ein Verlust auf Vorsteuerbasis verbucht worden. Ein Grund sei die insolvent gegangene CIT. Netto sei das Ergebnis zwar höher als erwartet ausgefallen, dies sei aber vorrangig auf positive Steuereffekte zurückzuführen. Wegen der Rezession sei die Risikovorsorge zunächst noch hoch. Falls sich die Wirtschafts- und Finanzkrise wider Erwarten nochmals verschärfen sollte, würden noch höhere Wertberichtigungen als bisher befürchtet drohen.

Die Belastungen aus der Rezession sollten für die Deutsche Postbank überschaubar sein. Die Aktie sei derzeit aber gut bezahlt. Das Kursziel werde weiter bei 23 EUR gesehen.

Die Analysten der SEB bewerten die Aktie der Deutschen Postbank mit "hold". (Analyse vom 11.02.2010) (11.02.2010/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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